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Brasilia calling

10. Sept.
3 Min. Lesezeit

Der Alltag hat nach einem nicht ausreichend langem Urlaub wieder das Spiel übernommen und man findet nur sehr schwer wieder rein. Doch das ganze Gemäcker nützt nichts und so versucht man wieder die guten alten Gewohnheiten mit ins Spiel zu bringen. Der erste Versuch bringt uns deshalb direkt zu einem brasilianischem Leckerbissen:




Es war schon lange nicht mehr eine brasilianische Schönheit auf dem Servierteller und so bin ich umso gespannter, was diese 15,24 cm lange und 2,14 cm dicke Laubrolle zu bieten hat. Der Geruch verströmt ein sehr Stall bzw. dunglastigen Geruch. Nicht unbedingt positiv, aber nach den ersten Sekunden pendelt es sich ein und überzeugt mit trockenem Gras und Heu.


Feuerannahme ist hervorragend und der Cut erfolgte ebenfalls sehr geschmeidig. Das Mata Fina Umblatt zeigt sich ebenfalls von seiner schönen Seite und besticht durch ihr öliges Auftreten. Die ersten Züge sind zum "anfeuern" gedacht und entfalten trotzdessen keinerlei Schärfe. Für ein so dunkles Exemplar nicht selbstverständlich. Direkt danach ist man mittendrin und kann mit der Entschleunigung beginnen. Und wenn ich von Entschleunigung rede, dann trifft das hier zu hundert Prozent zu. Die schönen grasigen Töne, welche die Nase bereicherten, stehen dem oralen Aspekt in nichts nach. Das kenne ich und liebe ich bei brasilianischen Zigarren. Doch ist sie durchaus umfangreicher als z.B. die Garves No. 904 Mahagoni. Hier entfalten sich deutlich mehr Aromen, die gut ins brasilianische Spiel passen. Ein Stück "Samba-Feeling" in Deutschland, um es nicht gänzlich zu übertreiben. Doch es passt...


Weiter mischen sich Cremé, etwas Mandel und feine Röstaromen hinzu. Über den grasigen Geschmack kommen auch fruchtige Noten hinzu, was für mich persönlich immer ein Highlight ist, da ich dieses Aromen seltener herausschmecke. Bis hierhin absolut top und überraschend gut. Der Geschmack bleibt bei trockenen Gräsern, aber nicht den Gaumen betreffend. In diesem bleibt dieser für gewöhnlich üblicher trockener Rauch nicht haften. Es erinnert einfach überwiegend an die Trockenheit des Grases, Heu´s und teilweise Weizens. Erfrischend anders und zeigt mir, dass ich doch öfter zu brasilianischen Zigarren greifen sollte. Bei dieser zumindest wird es nicht das letzte mal gewesen sein. Zu erwähnen ist auch der Abbrand. Dieser ist ab und zu schief, bedarf aber keiner Arbeit. Das erledigt dieses gute Stück


Im Rauchverlauf stelle ich fest, dass die Stärke so zwischen leicht und mittel schwankt. Das ist absolut in Ordnung, da ich eine schwere erwartet hatte, welche sich nicht bewahrheitet hatte. Das letzte Drittel dagegen offenbart nochmal einen stärkeren Tabak, allerdings ohne es wirklich wissen zu wollen. Absolut im Rahmen und so konnte auch die CAO bis zu den Fingerspitzen geraucht werden. Ein toller Smoke auf der Terrasse in Begleitung von Remedy, genug Eiswürfeln und einem Schuss Cola. So kann ein Samstag Nachmittag laufen und so sollte er es auf jeden Fall auch öfter.


Nun kommen wir zur Frage, ob die Brasilianerin es in die Top 20 schafft... Hmm... sehr schwierig. Wie schon oft erwähnt, ist es mittlerweile ein richtiger Brocken genau da hinein zu kommen! Kurzum nein. Jedoch ein sehr knappes nein. Würde sie zwischen dem 18. und 20. Platz einsortieren, doch die belegten Plätze sind einen Tacken besser. So bleibt mir nur zu sagen, kauft sie euch und genießt es! Wer auf das Mata Fina Blatt steht, wird diese hier mit Sicherheit lieben und sie auch schätzen zu wissen! Ausgeglichen und zugleich nicht langweilig! 7,80 € ist hier ein absoluter No-Brainer!


Eine Probe mehr als nur Wert !!!

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