Der 2. Versuch...
- Don Maduro

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
...bestätigt den ersten Versuch in allen Punkten. Vor kurzem schrieb ich ja den Beitrag zum Zigarren-Tuning. Da beschrieb ich ja den Einfluss von "infusten" Zigarren. Sprich, Zigarren die gemeinsam mit einer Flüssigkeit eurer Wahl gelagert werden. So hatte ich das Zigarren-Tuning als Erfolg beschrieben und möchte dies mit diesem Beitrag nochmals bestätigen! An einigen Stellen (zum Beispiel im Magazin "Zigarren") wird dies als nicht wirksam betrachtet, was durchaus legitim ist. Der Aussage stehe ich in keinster Weise im Weg. Dennoch muss ich anmerken, dass dies mitunter von der Lagerung abhängt. Im besagten Magazin ging es darum, die Zigarre gemeinsam mit der Flüssigkeit in einen ausgedienten Humidor zu legen. Hier würde ich auch eher skeptisch werden, ob das so seinen Nutzen hat. Zumal der Humidor mit dem Zedernholz und vergangenen Zigarren doch schon ein eigenes Klima entwickelt hat. Erschwerend kommt hinzu, dass sich durch die Flüssigkeit eben auch Schimmel anreichern kann, wenn es zum Beispiel im Zedernholz nicht gut verarbeitete Stellen gibt.
Auch deshalb wollte ich es nie in meinem Humidor ausprobieren, wenngleich mein alter ausgedient hat. Besser, und aus meiner Sicht effektiver funktioniert das Ganze in einem Glasinfuser! Hier besteht so gut wie kein Risiko, dass Schimmel entsteht. Denn die Zigarre liegt im Glastube und die Flüssigkeit ebenfalls in einem kleinen Glas. Der Korken verschließt das Konstrukt leicht durchlässig. So entsteht keine hundertprozentige Luftfeuchtigkeit im Infuser, auch wenn die Luftfeuchtigkeit nicht unbedingt im optimalen Wert liegt. Dafür hatte ich im Beitrag die 25 -45 Minütige Pause an der Luft empfohlen. So entfleuchen nicht nur die teils behafteten Alkoholrückstände, sondern eben auch Feuchtigkeit!

Nun zum Thema des heutigen Beitrags. Letzte Woche rauchte ich erneut eine Zigarre, welche vorher im Infuser lag. Nach ca. 40 Minuten habe ich sie angezündet und es funkte direkt zwischen Flamme und Zigarre. Keine Spur von zu hoher Feuchtigkeit. Der Geschmack traf mich mit deutlichem Unterschied zu den sonst vorhandenen Aromen der gerauchten Laubrolle. Die Bestätigung für das erfolgreiche infusen war also direkt zu schmecken. Vieles wird ja subjektiv entschieden und deshalb habe ich bereits eine weitere Zigarre in den Infuser gesteckt und werde berichten. Nach dieser kommt noch eine weitere dazu, nur diesmal mit einem anderen Getränk - meinem Beserker Kaffee! Die gleiche Zigarre wird dann, so auch jetzt erst einmal die Theorie, drei verschiedene Aromenspektren bieten! Auch darüber werde ich berichten.

Somit bleibt mir erneut nur zu sagen, probiert es aus bzw. probiert euch aus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eure Zigarren mit euren Getränken zu etwas gänzlich neuem entstehen lassen. Ich für meinen Teil habe Blut geleckt und werde viele verschiedene Dinge ausprobieren. Mit Sicherheit wird es nicht immer ein Treffer sein, aber dafür experimentiert man halt. Nicht jedes Experiment ist sofort erfolgreich. Ihr möchtet das mal ausprobieren? Dann schaut vorbei in meinen Shop oder auch direkt zum Cigar-Infuser!

Wie ihr in beiden Bildern sehen könnt, ist die Glut auch nach guter Hälfte der Zigarre vorhanden und macht keine Anstalten aus zu gehen. Feuchtigkeit in der Zigarre ist also absolut kein Problem. Der Infuser dosiert es gut und lässt genug Feuchtigkeit raus, um die Zigarre nicht gänzlich zu "ertrinken". Also legt los mit euren Experimenten und lasst mich eure Kreationen wissen, um mir vielleicht auch etwas Inspiration von euch zu holen! In dem Sinne wünsche meinen Aficionados gutes gelingen und vor allem guten Smoke!


