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Aficionados Empfehlung

Wie bereits letzte Woche angekündigt, stelle ich euch heute eine der vielen gerauchten Zigarren aus meinem Urlaub vor. Es handelt sich dabei um die Rocky Patel DBS Toro.



Dieses schön anzusehende Schmuckstück habe ich mir tatsächlich nicht alleine ausgesucht. Mein sehr geschätzter Aficionado jkrist00 hat mir die Rocky spendiert und mit mir gemeinsam geraucht. Ein danke nochmals dafür!


Die Banderole der Toro ist bereits sehr opulent und macht einiges her. Wenngleich sie auch etwas überladen wirkt. Dennoch finde ich die Farbkombination gelungen. In den Händen sieht sie deutlich dunkler aus, als auf dem Foto, was ihr euch weiter unten nochmals selbst anschauen könnt. Bei einer Länge von 16,51 cm und einer Dicke von 2,06 cm ist das schon ein gutes Stück Zigarre. Der Preis liegt bei knapp 28 €. Ob er das Wert ist, dazu gleich mehr. Zurzeit ist sie aber reduziert für ca. 17 € zu haben. Beim Umblatt handelt es sich um eine Broadleaf, was auf jeden Fall schon Stärke und Würze verspricht. Anschnitt und Brandannahme verlaufen problemlos und das zurecht in diesem Preissegment.


Es kann losgehen und wie bereits vermutet, legt die DBS mit Schärfe und Würze los. Das nenn ich mal auf sich aufmerksam machen von Minute eins! Nach einem guten Zentimeter lässt die Schärfe nach, ohne gänzlich im gesamten Verlauf zu verschwinden. Was allerdings nicht störend war. Langsam aber sicher mischen sich holzige Noten unter, etwas "rau" und "trocken". Wirkt alles sehr verhalten und ich habe das Gefühl, sie braucht noch ein wenig, um anzulaufen. Genau das bewahrheitet sich auch im weiteren Verlauf. Nussige Würze kommt hinzu mit untermalten ledrigen Nuancen. Im Gaumen staut sich derweil die genannte Trockenheit. Dafür gibt es die Begleiter, die es wieder gut neutralisieren. Nach dem ersten Drittel kommen Röstaromen hinzu, welche nun intensiver von Leder begleitet werden. Der "typische" Madurogeschmack hingegen, lässt sich noch nicht wahrnehmen.


So "plätschert" sie allmählich dahin mit Spitzen von Kaffee, die aber ständig von Leder begleitet werden. Das bleibt bis zum Schluss genau so. Neben dem Kaffee ist auch deutlich Erde herauszuschmecken, etwas trockenes Gras, was aber wohl an dem begleitenden Gefühl des trockenen Gaumens liegt. Der Abbrand verläuft geradlinig und ohne Probleme. Ein korrigieren ist nicht notwendig. Was ich tatsächlich vermisse, ist die leichte Süße. Retronasal könnte man meinen ein wenig davon zu schmecken, aber letztendlich zu wenig, um mich in diese Richtung zu "triggern".


Alles in allem kann man nichts gegen die Rocky Patel sagen. Stark, wie befürchtet, was sie ebenfalls nicht. Somit bleibt mir zu sagen, dass sie als Geschenk ein absoluter Gewinner war, zum Preis von ca. 17 € eine gut investierte Zigarre ist, aber für den regulären Preis für ca. 28 € für mich persönlich zu teuer ist.


Mein Aficionado war so ziemlich der gleichen Meinung. Ja beim reduzierten Preis, nicht wirklich für den regulären. So kann ich euch die Laubrolle dennoch empfehlen, da sie ja zurzeit für weniger zu haben ist. Kaufen und entschleunigen lassen. Denn das kann sie, bei keiner Arbeit die sie verursacht. Aber auch die Tatsache, dass sie auf guten Höhenmetern geraucht wurde, spielt ihr in die Karten. Mit dem richtigen Ort, wie wir ja letzte Woche alle gelesen haben, raucht es sich einfach genussvoller! Ich glaube, dass es sich erübrigt, ob sie in die Top 20 kommt. Dafür hat es nicht gelangt und bei der ganzen Qualität, ist dies auch ein schweres unterfangen.



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