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Die Intertabac

Als neues Mitglied der Tabakbranche durfte ich zum ersten Mal die Intertabac besuchen. Was schon länger auf meiner "To-do-Liste" stand, konnte nun am 18.09.2025 von der Liste gestrichen werden. Mit viel Vorfreude habe ich mich auf den Weg nach Dortmund zur Messe gemacht und war sehr gespannt, was mich vor Ort erwarten würde.


Für alle, die nicht so recht wissen, was die Intertabac ist, möchte ich das hier ganz kurz überfliegen. Jeder der schon einmal auf einer Messe war, sei es die Buchmesse, die IAA oder auch so etwas wie der Gamescom, wird sich sicherlich direkt ein Bild machen können. Nicht viel anders ist es hier auf der internationalen Tabakmesse. Von Zigarren, über E-Zigaretten bis hin zu "Snus" wir hier alles beworben. Aber auch in kleinem Ausmaß sind Spirituosengroßhändler anzutreffen. Eben alles was mit der Tabakbranche in einer Art und Weise in Verbindung stehen könnte und auch steht.


Mein Weg hat mich direkt in die Halle 4 zu den Zigarren und ihren Händler geführt. Und was hier absolut zum Wohlfühlfaktor beisteuerte, war die Tatsache, dass Zigarre geraucht werden durfte. Ein angenehm ledriges Geruchserlebnis. Das aber auch nur, da ich schon früh morgens am ersten Tag da war. Trotz der großen und hohen Halle wurde das mit der Zeit doch schon neblig und deutlich dichter. Für nicht Zigarrenraucher mit Sicherheit etwas störend. Ich empfand es nach wie vor als "in Ordnung".


So machte ich erst einmal eine schöne große Runde, um zu sehen, wer und was sich alles in der Halle 4 tummelt. Von Cohiba, Plasencia bis hin zu Davidoff war alles vertreten was Rang und Namen hatte. Ein Himmelreich für jeden Aficionado und das vor allem in optischen Belangen. Schön in Szene gesetzte Stände und Zigarren.


Bei meinem Glück konnte ich sogar über die Füße von Ralf Möller stolpern, der ja bekanntermaßen ein leidenschaftlicher Aficionado ist. Fotos mit ihm konnte ich nicht erhaschen, da RTL zuweilen beschäftigt war. Dennoch bot sich mir ein kurzer Blick und schon ging ich weiter meines entdeckerischen Weges.


Angehalten habe ich unter anderem bei Raching, einer aus China stammenden Firma mit wirklich exquisiten Humidorschränken! Absolute Augenweide und Top Technik!



In hoffentlich naher Zukunft kann ich vielleicht so einen tollen Humidor mein eigen nennen! Einfach Top! Beim weiteren Schlendern entdeckte ich eine Marke, die mir so gar nicht bekannt war, und das habe ich den Jungs vor Ort auch mitgeteilt. Warum das so ist, ließ sich schnell aufklären. Don Capa ist zurzeit nur über die Schweiz erhältlich und das ausschließlich! Was mich aber begeistert hat, war eine Serie die auf unsere Zeitknappheit hinwies. Die "After-Serie"! Bei dieser Serie gibt es 3 verschieden Formate, die ihre ganz eigenen Namen haben: After Rush, After Work und After Deal. Die Namen dürften einem jetzt erstmal nichts sagen, aber sie haben schon Hand und Fuß.



Hier ist der Grund: After Rush deutet auf die Rush-Hour an, also den Feierabendverkehr. Deshalb ist diese Zigarre 7,62 cm lang und 1,57 cm im Durchmesser, was eine Rauchdauer von ca. 20-30 Minuten verspricht. Also gerade mal so lange, wie die Rush-Hour dauert (im Schnitt). Die After Work dagegen ist mit ihren 9,5 cm Länge bei gleicher Dicke genau richtig, wenn man nach der Arbeit eine kurze Auszeit möchte. Diese durfte ich sogar testen und ich muss sagen, das passt! Die dritte Zigarre im Bunde ist die After Deal. Gerade lang genug (12,7 cm), um nach einem Geschäftsdeal nicht zu lange noch zusammen zu sitzen, sondern das Geschäft zu besiegeln. Diese habe ich im Nachgang geraucht und ich muss sagen, die Aromenvielfalt passt perfekt zum Namen. Etwas schwerer und stärker ist dieses Format genau wie die zu schließenden Geschäfte! Der Name passt zur Aussagekraft der Zigarre. Toll gemacht! Laut Don Capa möchten sie kommendes Jahr nach Deutschland expandieren und ich warte gespannt auf diese Serie, die ich definitiv gerne in mein Repertoire aufnehmen möchte!


Don Capa Stand
Don Capa Stand

Für E-Zigaretten und Snus hatte ich an diesem Tag kein Interesse, was bei der Auswahl an Laubrollen zumindest nicht verwundert. Vielleicht gebe ich Snus nächstes Jahr eine Chance, aber für das erste Mal waren die Zigarren der Fokus!


Dafür habe ich einen alten "Bakannten" getroffen und konnte eine Partnerschaft direkt eingehen. Haromex war vor Ort und mit an Bord war auch Daniel, der schon bei meinem Rumtasting eine tolle Figur abgegeben hat. Nach einem (wieder mal) tollen Gespräch war dann auch Zeit den Tag ausklingen zu lassen!


Jedem Aficionado kann ich nur empfehlen einmal dabei zu sein, wenn es denn gehen sollte. Denn auf die Messe dürfen nur Fachhandelspartner. Es langt nicht ein Gewerbe zu haben, sondern man muss ein "Teil der Tabakbranche" sein, was ich nun Gott sei Dank bin. In dem Sinne möchte ich aus diesem Beitrag nun entlassen und wünsche ich weiterhin tolle Entschleunigungen!

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